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Risikomanagement – Teil 2: Die Vorbereitung – Planung

Die Vorbereitung legt den Grundstein für Transparenz und Vertrauen während der gesamten Laufzeit der Betreuungs- und Verhandlungsphasen mit der Bank. Will man risikoarme und stabile Beziehungen, müssen diese gut geplant sein.

Zur Vorbereitung gehören:

  • Eine ehrliche und realistische Analyse der IST – Situation
  • Wie ist meine aktuelle wirtschaftliche Lage?
  • Welche Belastungen traue ich mir zu?
  • Wie viel kann ich realistisch für Kredite aufbringen?

Zur Analyse der IST – Situation gehört auch die Betrachtung der eigenen Person:

  • Welche betriebswirtschaftlichen Kenntnisse besitze ich?
  • Besitze ich ausreichend Verhandlungsgeschick?
  • Zu welchem Typ gehöre ich? Bin ich eher risikobereit oder spekulativ, eher sicherheitsorientiert oder konservativ?

Aufgespürt

Die BWA die „betriebswirtschaftliche Auswertung“ ist für Sie ein Buch mit sieben Siegeln? Dann holen Sie sich einfach, schnell und unkompliziert das notwendige Wissen, zum Beispiel bei der IHK vor Ort oder bei der DATEV. In einem Tagesseminar lernen Sie die BWA zu lesen, zu verstehen und zu optimieren. Eine kleine Investition, die sich lohnt und Ihnen Sicherheit vermittelt, für ein Beratungsgespräch optimal gerüstet zu sein.

 

Die Auswahl der Bank

Leitbilder und veröffentliche Erklärungen zur Unternehmenskultur oder ethische Standards der Bank ermöglichen, sich ein Bild vom potenziellen Gesprächspartner zu machen.

Gespräche mit den Banken zum Vermögensaufbau bzw. zur –verwaltung und zur Kreditbegleitung tragen des Weiteren zur Entscheidungsfindung bei.

Und weiter gilt grundsätzlich, dass nicht alles auf eine Karte gesetzt wird. Etwa bei einer Bank oder einer Versicherung. Holen Sie sich grundsätzlich mehrere Angebote bei mehreren Banken ein.

  • Die Auswahl des persönlichen Beraters

Die Auswahl des Beraters sollte sehr sorgfältig erfolgen. Schließlich müssen Sie dieser Person vertrauen können. Sind Sie wirklich bei einem Berater in guten Händen, der gleichzeitig in der Bank auch diese Produkte und Services verkauft und dafür bezahlt wird? Oder ist der Berater kein Angestellter der Bank sondern arbeitet als freier Vermittler rein auf Provisionsbasis (c/o ….Bank).Hier müssen Sie wachsam und besonders kritisch sein, denn  Beratung und Verkauf sind im Bankgeschäft nicht sauber voneinander getrennt. Achten Sie auf die Stolpersteine, Misstrauen zahlt sich aus.

 

„BANKBERATUNG kostet immer“

Fragen Sie Karl Matthäus Schmidt, Chef der Quirin Bank.

 

Checkliste zur Vorbereitung der Bankgespräche

  • Was möchte ich erreichen, was ist mein Ziel?
  • Wen nehme ich zum Gespräch (als möglichen Zeugen) mit?
  • Wo könnten die Stolpersteine liegen (in der Bankensprache, im Kleingedruckten, in den eigenen Emotionen, Unsicherheit, Unwissen)?
  • Sind im Vorfeld mögliche Kredit-Sicherheiten für die Bank überprüft worden?

Erstklassige Kreditsicherheiten sind gleich erstklassiger Zinssatz!

  • Sind die Kreditvergaberichtlinien bekannt?
  • Welche Unterlagen sind nach den Kredit- und Darlehnsbedingungen jährlich bei der Bank einzureichen?
  • Welche Risiken werden abgefangen, z.B. Absicherung der Kreditkosten im Krankheitsfall?
  • Welche Rechte habe ich, z.B. Recht auf Offenlegung der Provisionen?
  • Welche steuerlichen Vorteile kann ich nutzen?

Darum geht es in diesem Beitrag: Praxisfinanzierung, Kreditinstitute, Banken, Bankberater, Bankgespräche, Bedürfnisse der Heilberufler


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